Blog zum Thema Geldanlage mit offenen Investmentfonds





Eintrag vom 26. Februar 2019

Nach einem für viele Anlageformen schwierigen Jahr 2018 kam es seit Jahresanfang 2019 zu deutlichen Gegenbewegungen. Von den Kursanstiegen profitierten "naturgemäß" vor allem Aktienfonds und aktienlastige Mischfonds.

Dabei konnten endlich auch sog. Value-Aktienfonds eine Aufholjagd starten. Value-Aktienfonds schauen bei ihrer Investition in erster Linie auf günstige Bewertungskennziffern der betreffenden Aktien. Diese können zum Beispiel sein: Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Cashflow-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Dividendenrendite.

Sog. Growth-Aktienfonds dagegen betrachten eher das zu erwartende Umsatz- und Gewinnwachstum des investierten Unternehmens und value-typische Kennziffern spielen dabei keine große Rolle.

Auf lange Sicht gelten Value-Fonds gegenüber Growth-Fonds als risikoärmer. 


Eintrag vom 6. Februar 2018

Seit einigen Tagen kommt es verbreitet zu fallenden Aktienkursen. Ob diese Entwicklung erstmal so weiter geht, wird sich zeigen. Auch ein weiterer Rückgang käme nach den jahrelangen Kursanstiegen an den Aktienmärkten jedenfalls nicht überraschend.  


Eintrag vom 22. Januar 2018

Sparpläne in offene Investmentfonds erscheinen nicht nur in Zeiten hoher Aktienkurse besonders geeignet. Jahrzehntelange Beobachtungen zeigen, dass man mit sinnvoll aufgebauten Fondssparplänen gute Ergebnisse erzielen und gleichzeitig recht flexibel bleiben kann.

Regelmäßiges Sparen gleicher Beträge in offene Investmentfonds kann auch helfen, Ängste vor Kursverlusten zu vermindern. Denn fallende Kurse würden zu günstigeren Einkaufspreisen führen. So erhält man mehr Fondsanteile für's gleiche Geld.


Eintrag vom 21. April 2017

Eine Investition in Fremdwährungen zur Diversifizierung kann sich lohnen:

Auch wenn die weltweiten Währungsentwicklungen kaum prognostizierbar sind, kann eine Aufteilung auf unterschiedliche Währungen eine zusätzliche Sicherheitskomponente innerhalb einer Geldanlagestrategie darstellen. 



Eintrag vom 7. Juni 2016

(Fast) unglaublich: Die sog. Umlaufrendite ist am 6. Juni 2016 das erste Mal seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland in den negativen Bereich gerutscht (-0,02%).

Die Umlaufrendite betrachtet die durchschnittliche Rendite der im Umlauf befindlichen festverzinslichen auf Euro lautenden Wertpapiere erster Bonität (= vor allem Bundesanleihen) mit einer Laufzeit zwischen 4 und 30 Jahren.

Der Anlagenotstand könnte sich somit weiter verschärfen.


Eintrag vom 10. Januar 2016

Eine turbulente - oft von Kursverlusten geprägte - erste Börsenwoche des neuen Jahres liegt hinter uns. In solchen Marktphasen trennt sich mal wieder die Streu vom Weizen. Gerade bei der Betrachtung von Mischfonds zeigt sich, welches Fondsmanagement seine Hausaufgaben gemacht hat und Kursverluste begrenzen konnte.

Denn wirklich überraschend kam diese Entwicklung nach dem seit Frühjahr 2009 meist positiven Kursverlauf an den Aktienmärkten der bedeutendsten Industrienationen eigentlich nicht. Besonders die Kennzahlen der US-amerikanischen Leitbörse erscheinen immer noch teuer. 

Dennoch sollte man an seiner individuell ausgewählten Grundstrategie und an der breiten Risikostreuung festhalten. Taktische Anpassungen und/oder der Einbau von Fondskonzepten, die sowohl von steigenden als auch fallenden Kursen an den Wertpapiermärkten profitieren, dürften sich jedoch langfristig auszahlen.


Eintrag vom 22. Mai 2015

Das Buch "Die Zinsfalle" des Dachfondsmanagers Eckhard Sauren blickt über den Tellerrand hinaus und beschreibt aus meiner Sicht sehr anschaulich, welche gravierenden Probleme durch eine langandauernde Niedrigzinsphase am Finanzmarkt entstehen können. Weitere Infos finden Sie auch unter http://www.zinsfalle.com.


Eintrag vom 17. April 2015

Bundeswertpapiere mit 1 - 8 Jahren Laufzeit weisen inzwischen Negativzinsen auf. Die Rendite 10-jähriger Bundeswertpapiere liegt bei 0,07% pro Jahr. Gewöhnliche Rentenfonds sind unter diesen Umständen keine geeignete Anlageform mehr. Risikostreuung erscheint noch mehr denn je als Gebot der Stunde.   


Eintrag vom 26. Januar 2015

Der Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro verhilft etlichen Investmentfonds zu neuen Kurs-Höchstständen.

    

Eintrag vom 7. Oktober 2014

Sehr niedrige Zinsen, recht hohe Aktienkurse - schwierige Zeiten für Geldanleger also. Für schon seit längerem geplante Anschaffungen ist es wohl besser, diese nun zu verwirklichen, als Zinsen mit einer "0" vor dem Komma hinzunehmen. 

Diese Rahmenbedingungen sorgen auch dafür, dass im Hinblick auf die Altersvorsorgeplanung staatlich geförderte Anlageformen, wie z. B. Riester-Rente, Basis-Rente, vermögenswirksamen Leistungen und betriebliche Altersversorgung massiv an Bedeutung gewinnen. Durch Zuschüsse, Garantien und/oder Sozialversicherungs- und Steuerersparnisse lassen sich hierdurch ansprechende Erträge bei vergleichsweise geringem Risiko erzielen. Nicht geförderte Anlageformen lassen ähnliche Renditen nur unter Inkaufnahme eines erhöhten Risikos erwarten. 

  

Eintrag vom 30. September 2013

Etwa 9.000 Fonds von fast 500 Fondsgesellschaften sind derzeit in Deutschland zugelassen. Bei dieser großen Auswahl ist es verwunderlich, dass ich nicht selten auf Anleger stoße, die sich auf das Wohl und Wehe eines einzigen Fonds verlassen. Ursachen hierfür sind meiner Meinung nach oft die einseitige Betrachtung der Vergangenheitsentwicklung, die positive Nennung in Finanzzeitschriften und die immer noch recht verbreitete abhängige Beratung im Finanzmarkt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass auch langjährig erfolgreiche Fonds kein Abo auf zukünftigen Erfolg haben, denn neben Können kann auch der Faktor Glück zum guten Ergebnis beigetragen haben. 

Besser ist es, sich Fonds von der Risikoseite her zu betrachten. 

Folgende Fragen sollten dabei unter anderem beantwortet werden:
Wieviele Wertpapiere enthält der Fonds durchschnittlich?
Gibt es Klumpenrisiken (zu viel Gewicht eines einzelnen Wertpapiers innerhalb des Fonds)?
Besteht ein hohes Timing-Risiko (wenn der Fondsmanager z. B. frei entscheiden darf, ob er in Aktien oder Zinspapiere investiert und damit Gefahr läuft, "auf dem falschen Fuß erwischt" zu werden)?
Können die Wertpapiere des Fonds normalerweise ohne größeren Zeitverzug veräußert werden (Liquiditätsrisiko)?

Zur Risikominderung ist zudem eine Aufteilung auf mehrere Fonds unerlässlich. So kann das Ergebnis eines einzelnen "schwächelnden" Fonds leichter aufgefangen werden. Das Fondsangebot ist ja wie gesagt groß genug.

  

Eintrag vom 8. Mai 2013

Das Wort "Investmentfonds" wird in der öffentlichen Meinung schnell in die Schublade "Risiko" einsortiert. Es gibt ein offenbar zufälliges Auf und Ab der Kurse, man ist ganz einfach verunsichert.

Ich selbst bin von der Grundidee der Investmentfondsanlage hundertprozentig überzeugt. Es sind jedoch einige Dinge nötig, um diese Idee zu einer optimalen Anlagelösung weiterzuentwickeln. Die Grundidee besagt, dass eine Vielzahl von Wertpapieren in einem gemeinsamen Topf (= Fonds) gesammelt werden, um dadurch eine Verminderung des Risikos (durch geringere Abhängigkeit von einem einzelnen Wertpapier) zu erreichen. Nun gibt es ja unterschiedliche Arten von Investmentfonds - und ich glaube, das ist einem Großteil der Bevölkerung gar nicht bekannt. So können sich Fonds auf Zinspapiere beziehen, die meist nur geringe Schwankungen aufweisen oder auch auf Aktien, deren Kurse naturgemäß stärker schwanken, dafür aber höhere Ertragserwartungen haben. Daneben existieren weitere Ausprägungen, wie zum Beispiel Mischfonds, die in viele verschiedene Anlageklassen gleichzeitig investieren.

Das Grundprinzip ist aber immer das Gleiche: Ziel ist es, eine Verminderung des Risikos ("wer streut, rutscht nicht aus") und damit eine Erhöhung der Sicherheit zu erreichen.

Das klingt ja eigentlich ganz gut, warum wird die Investmentfondsanlage dennoch oft kritisch beäugt?

Wesentliche Gründe dafür sind aus meiner Sicht: 

1. Die Funktionsweise des offenen Investmentfonds, dessen im Investmentgesetz (künftig Kapitalanlagegesetzbuch) geregelte hohe rechtliche Sicherheit und dessen Bedeutung für die langfristige Geldanlage wurde nicht richtig verstanden (oder vielleicht auch vom Berater nicht gut genug erklärt).

2. Die Fondsindustrie war durch die außerordentlich guten Erträge der 80er und 90er Jahre "verwöhnt" und ist zum Teil mit zu hohen Erwartungen ins neue Jahrtausend gegangen - was besonders bei Aktienfonds dazu geführt hat, zu hohe Risiken einzugehen und damit Anleger zu enttäuschen.

3. Das investierte Geld wurde in der Vergangenheit häufig in nur einen einzelnen Fonds gesteckt - und damit quasi alles auf eine einzige Fonds-Karte gesetzt, anstatt eine Aufteilung auf mehrere Fonds mit unterschiedlichen Strategien vorzunehmen.

Diese Gründe sind natürlich nicht abschließend, entscheidend ist jedoch die Frage:

Wie kann die Investmentfondsanlage (wieder) zu einer beliebten Anlageform für jedermann werden?

Ich denke, ein Großteil der Antworten lässt sich schon aus meinen obigen Äußerungen ableiten.

 1. Streuung: Eine Aufteilung auf mehrere Fonds und Fondsmanager mit unterschiedlichen Anlageklassen und Anlagestrategien ist die allerwichtigste Stellschraube für langfristigen Erfolg.

2. Realismus: Die Erwartungen für künftige Erträge müssen an das aktuelle Umfeld angepasst werden.

3. Funktionsweise des Fonds: Sowohl Vorteile als auch mögliche Nachteile müssen für Laien verständlich sein.

4. Anlagehorizont: Es muss klar sein, dass Investmentfonds nicht für eine kurzfristige Geldanlage gedacht und geeignet sind.